Dittersbrunn mit dem Veitsberg (Ansberg)

Blick auf Dittersbrunn
 
Dittersbrunn mit dem Veitsberg aus der Luft
 

Unterhalb der von einer prächtigen Lindengruppe eingerahmten Veitskirche schmiegt sich das kleine Dorf Dittersbrunn (85 Einwohner) an den Südhang des Veitsberges.

Dahinter versteckt sich der Weiler Sträublingshof. Auf der von Prächting heraufführenden Straße öffnet sich eine herrliche Aussicht vom Steilabfall des Frankenjura über den Steigerwald bis zu den Haßbergen. Die geschichtliche Entwicklung des erst 1417 urkundlich erwähnten Ortes ist eng mit dem Adelsgeschlecht derer von Ansberg verbunden. 

Der Weiler Sträublingshof entwickelte sich aus einem Lehenhof der Abteil Langheim. Da die Hanglagen und steinigen Böden nur bescheidene landwirtschaftliche Erträge zulassen, sind die Einwohner auf Verdienstmöglichkeiten außerhalb angewiesen.

In der Veitskirche, die auf dem Grund der ehemaligen Burganlage Ansberg steht, feiert man Anfang November Kirchweih. Zwei gutbürgerliche Gasthäuser sorgen für das leibliche Wohl von Wanderern und Gästen.

Der Ansberg, im Volksmund auch Veitsberg genannt

Ansberg (Veitsberg), der Ebensfelder Hausberg
 

Der Ansberg ist der Ebensfelder Hausberg. Mit ca. 460 m ist er zwar etwas niedriger als sein berühmter Nachbar, der Staffelberg (539 m), aber er ist ebenso attraktiv. Schon aus der Ferne sieht man die St.-Veith-Kapelle, umrahmt von Europas ältesten geschlossenem Lindenkranz. 

Der Aufstieg ist auch für nicht geübte Wanderer gut zu erklimmen. Vom Parkplatz Dittersbrunn aus geht es knapp 2 km leicht bergauf. Oben angekommen, hat man einen herrlichen Ausblick auf das schöne Maintal; bei schönem Wetter sieht man die Altenburg in Bamberg und die Veste Coburg am Horizont.

Schon Viktor von Scheffel, der in seinem Frankenlied „Wohlauf die Luft geht frisch und rein …“ bereits 1859 das Obere Maintal beschreibt, hat in seiner dichterischen Freiheit, in der 4. Strophe die Adelgundiskapelle auf dem Staffelberg mit der „Veitskapelle“ auf dem benachbarten Veitsberg vertauscht: 


Zum heil´gen Veit von Staffelstein
komm´ ich empor gestiegen
und seh´ die Lande um den Main
zu meinen Füßen liegen.
Von Bamberg bis zum Grabfeldgau
umrahmen Berg und Hügel
die breite stromdurchglänzte Au -
ich wollt´, mir wüchsen Flügel.