Oberbrunn

Oberbunn mit St.-Laurentius-Kirche, dahinter Ebensfeld
 
Blick auf Oberbrunn und Ebensfeld
 
Fachwerkhaus in Oberbrunn
 

Hat der Tourist den Kreisverkehr am Südrand von Ebensfeld in westlicher Richtung verlassen und den Main überquert, so erblickt er das Dorf Oberbrunn. 

Der Main mit seinen Überschwemmungen war es, der die Ortsgründer veranlasste, die ebenen Tallagen zu meiden und sich in der Nähe des Hanges anzusiedeln. Bei der Durchfahrt erkennt man den alten Ortskern, eine Siedlung aus der Nachkriegszeit am Ost- und Südrand und ein wesentlich größeres Neubaugebiet am Nordrand, das die Einwohnerzahl in den letzten Jahren auf 235 ansteigen ließ. 

Das Ortsbild wird von der zentral gelegenen "St.-Laurentius-Kirche" bestimmt. Der Barockbau wurde um die Mitte des 18. Jahrhunderts nach Plänen des berühmten Baumeisters Küchel errichtet. Zur Erinnerung feiert man am dritten Sonntag im August Kirchweih. Im Mittelalter überragte die Liebenburg das 1126 n. Chr. erstmals urkundlich erwähnte Dorf. Nach starken Beschädigungen im Bauernkrieg und im 30-jährigen Krieg diente die von ihren adeligen Herren aufgegebene Ruine auf dem "Schlossberg" als Steinbruch. 

Wirtschaftlich bestanden stets enge Verbindungen mit dem größeren Nachbardorf Ebensfeld, erst durch eine Wagenfähre und seit 1892 durch eine Mainbrücke. Die Fluren werden größtenteils von einigen Vollerwerbslandwirten bewirtschaftet. Die meisten Bewohner verdienen ihren Lebensunterhalt als Pendler. Die mit großen Eigenleistungen 1959 fertiggestellte einklassige Schule wurde nach der Eingemeindung in den Markt Ebensfeld und den Anschluss an den dortigen Schulverband in ein Gemeinschaftshaus umgewandelt. Es wird von der Dorfgemeinschaft und den örtlichen Vereinen vielseitig genutzt.